Personal Branding - ein Luftballon, der platzt?

Krassi Hagedorn,
Krassi Hagedorn Consulting

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Täglich tauchen neue Content Creators auf LinkedIn auf. Wie ist die Stimmung aktuell auf der Plattform? Für wen lohnt sich die aktive Nutzung und was hat es mit dem Thema Personal Branding auf sich?

In Deutschland, Österreich und in der Schweiz sind mehr als 20 Mio. monatliche User auf LinkedIn (2023/08). Weltweit sind es mehr als 850 Mio. Nutzer. *

Die Plattform bietet die Möglichkeit an, sich stark zu positionieren und Meinungsführerschaft zu einem bestimmten Thema zu übernehmen.

Durch die Sichtbarkeit auf der Plattform kann man diverse Zielgruppen ansprechen, die auf einen aufmerksam werden.

Diese Tatsache kann zu einem großen Karrieresprung oder Businesswachstum führen. Die Plattform bietet auch die Möglichkeit an, die passenden Mitarbeiter zu finden, indem man sich als Arbeitgeber aktiv zeigt (am besten durch die Markenbotschafter).

Interessant ist die Plattform für Personaler, für Fach- und Führungskräfte aus diversen Branchen und auch für Unternehmer, Firmeninhaber, Selbständige und Berater/Coaches.

Auf LinkedIn geht es nicht nur darum, seinen eigenen Lebenslauf zu platzieren, sondern es geht

vielmehr darum, mit den Menschen zu kommunizieren, zu interagieren und diese durch die eigenen

Themen positiv zu beeinflussen. Wie auf jeder Plattform geht es um den Menschen.

Der Mensch steht im Mittelpunkt. Dadurch kann mach leichter Vertrauen zu der jeweiligen

Person/Persönlichkeit aufbauen, als einem Logo Vertrauen zu schenken.

Ihr Personal Branding im realen Leben (Offline)

Wir sehen eine Person.

Dann mustern wir sie.

Unterbewusst entstehen schon Bilder in unserem Kopf.

Wir hören zu, was sie zu sagen hat, welches Thema sie vertritt.

Wir bilden uns unsere Meinung und wir finden die Person sympathisch oder doch nicht. Dann treffen wir die Person öfters oder wir besuchen ihre Veranstaltungen oder wir suchen ihre Nähe.

Das, was im realen Leben passiert, passiert auch auf LinkedIn.

Wir folgen der Person oder wir folgen ihr nicht. Wir kommunizieren mit ihr oder wir kommunizieren nicht. Wir vertrauen der Person oder wir vertrauen dieser Person nicht.

Und genau hier kommt das Stichwort: Personal Branding.

Personal Branding wird unterschiedlich ausgelegt. Ich spreche in meinem Content auf LinkedIn von der Personenmarke ICH.

Viele denken, dass sich der Begriff „Personal Branding“ auf Celebritys bezieht und nicht so sehr auf die „normalen“ Personen.

Das ist ein Trugschluss.

Heutzutage können wunderbare Arbeitnehmer, CEOs, Vorstände oder Unternehmer mit digitalen oder haptischen Produkten, Coaches, Berater, Autoren etc. eine starke Personal Brand aufbauen und dafür die sozialen Medien – insb. LinkedIn nutzen, um ihre Botschaft zu verbreiten, sich abzuheben und die eigenen, individuellen Ziele zu erreichen.

Was passiert, wenn man nicht an seiner Personal Brand arbeitet?

Durch die Unsichtbarkeit, durch das Nicht-in-die-Hand-Nehmen des Aufbaus der eigenen Personal Brand auf LinkedIn verliert man jede Minute etwas, was man haben/erreichen will:

  • Eine neue Arbeitsstelle
  • Eine bessere Reputation in der bestehenden Firma und dadurch einen schnelleren Aufstieg
  • Business Partner
  • Neue Kunden
  • Vorträge
  • Markenbotschafter für die eigene Firma zu werden (Corporate Influencer)
  • Die besten Mitarbeiter zu finden, ohne großen Aufwand zu betreiben (Employer Branding)
  • Business Influencer zu werden
  • Sich als Experte zu positionieren etc.

Warum wehren sich immer noch CEOs, Arbeitnehmer und Unternehmer ihre Personal Brand auf LinkedIn zu gestalten?

Seit mehr als 4 Jahren berate ich CEOs, Fachkräfte, Vorstände, Unternehmer & professionelle Coaches bzgl. Personal Branding auf LinkedIn und die meisten Antworten auf diese Frage, die ich bekomme, sind:

  • Klarheit bzgl. meiner Themen (Hauptgedanke: Wie positioniere ich mich? Wofür möchte ich stehen?)
  • Angst vor der Sichtbarkeit (Hauptgedanke: Was sagen die anderen über mich?)
  • Der Irrglaube, dass alles schon gesagt wurde (Hauptgedanke: Was habe ich schon zu sagen?)

Beim Personal Branding geht es um Sichtbarkeit und Reputation, Authority, die proaktiv von der einzelnen Person aufzubauen ist, damit diese Person ihre eigenen Ziele auf der jeweiligen Social-Media- Plattform/online und ebenso offline erreichen kann.

Das heißt, eine starke Personal Brand zahlt sich nicht nur online auf der jeweiligen Social-Media-

Plattform aus, sondern auch offline. Beides ist verwoben.

Krassi Hagedorn