Recruitingpotenzial auf LinkedIn

Tom Zolyomi, FilmRecruiter.de

Viele Unternehmen unterschätzen nach wie vor das wahre Potenzial von YouTube.

Doch mit 2,5 Milliarden monatlichen Nutzern, die täglich eine Milliarde Stunden Videoinhalte konsumieren, beinhaltet diese Plattform eine äußerst lohnenswerte Zielgruppe. Tatsächlich belegt YouTube den zweiten Platz der meistbesuchten Websites weltweit, direkt nach Google. In Deutschland verbringen Nutzer durchschnittlich ganze 30 Minuten pro Besuch auf der Plattform. 35 % der Deutschen nutzen YouTube sogar täglich! Einige Unternehmen haben bereits erkannt, welche Chancen hier liegen und schalten erfolgreich Werbeanzeigen auf YouTube.

Aber sollte man wirklich in Werbung investieren, die nach 5 Sekunden überspringbar ist? Absolut! Auch YouTube weiß, dass die ersten 5 Sekunden der Watchtime wenig aussagekräftig sind und hat daher das Konzept der “TrueViews” eingeführt. Mit diesem Modell zahlen Sie nur dann, wenn der Zuschauer das gesamte Video oder mindestens 30 Sekunden davon angesehen hat. Sie bezahlen also nur dann, wenn der Inhalt für den Zuschauer relevant ist. Zudem ermöglichen Ihnen umfassende Analysetools und zielgruppenspezifische Ausspielungen, das Beste aus Ihrer Werbemaßnahme herauszuholen.

Aber wie fängt man am besten mit YouTube an? Der Einstieg ist tatsächlich sehr einfach. Sie benötigen lediglich ein Google-Konto und 5 Minuten, um Ihren eigenen Kanal zu erstellen. Falls Sie noch kein Google-Konto besitzen, ist auch dessen Erstellung in wenigen Minuten erledigt. Der letzte Schritt, um Werbeanzeigen schalten zu können, ist die Einrichtung eines Google Ads Kontos. Sobald Sie dies erledigt haben, können Sie Ihre erste Kampagne einstellen und in weniger als einer Stunde sind Sie startklar.

Natürlich sind die Inhalte Ihrer Anzeige entscheidend für den Erfolg. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen: Was interessiert Personen, die für die gesuchte Stelle qualifiziert sind? Was zeichnet den ausgeschriebenen Arbeitsplatz aus? Welche Persönlichkeiten passen in das betriebliche Umfeld? Aus den Antworten auf diese Fragen ergeben sich zahlreiche Aspekte, die Sie entweder in Einzelvideos oder in einem gesammelten Werbevideo präsentieren können.

Nutzen Sie die Macht der Bilder voll aus, denn sie beeinflussen maßgeblich unsere Einstellung zu einer Sache. Videos kommen unserer natürlichen Wahrnehmung am nächsten, ohne dass eine “Übersetzungsarbeit” wie bei Texten erforderlich ist. Wenn Sie diese Kraft gezielt steuern, kann sich Ihr Zuschauer der Wirkung nicht entziehen. Beispielsweise können Sie, wenn Sie Mitarbeiter für ein großes Unternehmen suchen, die Belegschaft selbst zu Wort kommen lassen. Dadurch wird Distanz abgebaut und der Arbeitgeber wirkt nahbar und menschlich. Möchten Sie hingegen die Professionalität einer kleinen Firma stärken, zeigen Sie die Endprodukte und betonen Sie den Mehrwert für den Kunden.

Die Form Ihrer Videomarketing-Strategie hängt von der Art und Anzahl der zu besetzenden Stellen ab. Wenn Sie regelmäßig Stellen mit niedrigen Qualifikationsanforderungen zu besetzen haben, sollten Sie in kurzen Videos kontinuierlich die Vorteile des Unternehmens präsentieren. Bei wenigen Stellen mit mittleren bis hohen Qualifikationsanforderungen lohnt es sich dagegen, hochwertigere Videos zu produzieren. Dies dient einerseits dazu, potenziellen Bewerbern bereits beim Erstkontakt Wertschätzung entgegenzubringen. Andererseits ermöglicht es Ihnen, diese Zielgruppe präzise anzusprechen und Ihr Budget effizient einzusetzen.
Auch das Handwerk hat erkannt, wie wichtig die richtige Außendarstellung ist. Eine Sanitärdienstleistergruppe hatte, ähnlich wie viele andere Handwerksunternehmen, Schwierigkeiten, Nachwuchstalente zu finden. Dabei lag das Problem nicht darin, dass das Unternehmen keine attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsplätze bot. Vielmehr wurden sie von potenziellen Bewerbern nicht wahrgenommen oder lediglich als gewöhnlicher Handwerksbetrieb betrachtet. Und Wahrnehmung bedeutet Bewerbungen!

Um dieses Problem zu lösen, entwickelten wir eine Werbefilmstrategie mit zwei Filmen. Der erste Film visualisierte den Lifestyle, den man sich nach der Schule erhofft – die Möglichkeit einer realistischen Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf. Der zweite Film präsentierte die konkreten Benefits auf anschauliche Weise.

Durch die Optimierung der Filme sowohl für Social Media als auch für den Offline-Bereich konnte der Kunde sich potenziellen Auszubildenden optimal präsentieren. Die Filme wurden hauptsächlich auf Instagram, YouTube und bei Veranstaltungen eingesetzt. Gerade auf Social Media konnte die Arbeitgebermarke des Kunden mühelos verbessert und die Zielgruppe automatisiert angesprochen werden.

Von Freibeutern und Ruderknechten

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Die beste Präsentation? Ein Gespräch!

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